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Rasche Entscheidung zur Stadtumlandbahn gefordert

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Lange wurde geplant und gerechnet, nun liegen alle Fakten zur Stadtumlandbahn auf dem Tisch. Die Trasse soll von Nürnberg nach Erlangen führen und von dort in den Landkreis gehen. Von den untersuchten Varianten für ein Schienennetz übrig geblieben sind das reduzierte T-Netz mit einer West-Ost-Verbindung zwischen Herzogenaurach und Uttenreuth und als möglicher erster Bauabschnitt das so genannte L-Netz mit einen Ast von Herzogenaurach bis Erlangen. In der großen Ausbaustufe ist mit einem Investitionsvolumen von 278 Millionen Euro zu rechnen. Grundsätzlich ist das Projekt aufgrund seines guten Nutzen-Kosten-Faktors förderungswürdig. Der Nürnberger Investitionsanteil würde sich entsprechend auf rund 8,5 Millionen Euro beschränken. Mit dem Ausbau könnte der Pendlerverkehr auf der B4 bzw. Erlanger Straße zum Umsteigen bewegt und die beiden Hochschulstandorte Nürnberg und Erlangen deutlich besser miteinander verknüpft werden. Wenig Begeisterung zeigen wir Sozialdemokraten für die vom Erlanger Oberbürgermeister Balleis favorisierte Schnellbuslinie. Diese ist im Vergleich zwar günstiger, allerdings nicht attraktiv genug. Mit der Realisierung der Stadtumlandbahn ergäbe sich ein Zuwachs von täglich rund 13.200 Fahrgästen, beim optimierten Busnetz beliefe sich der Mehrverkehr nur auf 7.450 Fahrten pro Tag. Aufgrund der umfassenden Informationslage wollen wir als SPD in Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach nun einen raschen Grundsatzbeschluss aller betroffenen Gebietskörperschaften für das Projekt – noch im Jahr 2012. Eine Realisierung der Trasse wäre dann frühestens bis 2019 denkbar. Sicher ist derzeit, dass Stadt Nürnberg und VAG die derzeitige Straßenbahn bis nach Buch bzw. Am Wegfeld verlängern werden. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich 2014.

Thorsten

Autor: Thorsten

ist seit 2008 Stadtrat in Nürnberg.

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