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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Piraten reden beim Internetzugang am Problem vorbei

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Dass sich die Piraten als neue Partei mit populistischen Forderungen profilieren wollen, war absehbar. Ihre Forderung in den heutigen Nürnberger Nachrichten nach einem kostenlosen Internetzugang über Funknetze im Innenstadtbereich geht allerdings an der Realität und an den Problemen in der Stadt vorbei.

Bevor die gute Internet-Infrastruktur in der Innenstadt kostenlos zur Verfügung gestellt wird, sollte nach Ansicht der SPD erst einmal dafür gesorgt werden, dass in den Außenbereichen der Stadt endlich der Breitbandausbau vorankommt. In Teilen des Knoblauchslands und des Nürnberger Südens warten viele Bürger und Unternehmen immer noch auf Übertragungsraten, mit denen sie halbwegs ordentlich surfen können. Allerdings scheuen sich die Internetanbieter vor einem Ausbau der Infrastruktur, weil sie dort möglicherweise die Investitionskosten nicht erwirtschaften können. Dieses Problem gilt es aus meiner Sicht verstärkt in Angriff zu nehmen. Andernfalls droht uns eine digitale Spaltung. Bevor wir den einen den Weg ins Internetparadies ebnen, müssen wir erst einmal der technischen Diaspora helfen.

Außerdem noch eine Anmerkung: Ich habe versucht den Originaltext der Piraten-Pressemeldung im Netz zu finden. Die letzte veröffentlichte Presseerklärung auf der Internetseite der Nürnberger Piraten stammt allerdings vom 26. März 2010.

Autor: Thorsten

führt seit 2020 die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg.

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