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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Nürnberg bleibt von Gigalinern verschont

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Im April 2011 hatte sich der Verkehrsausschuss der Stadt Nürnberg auf meinen Antrag hin erstmals mit den Riesen-Lastern von 25 Metern Länge und 44 Tonnen Gewicht, genannt „Gigaliner“, befasst. Das Votum gegen die XXL-LKW war dabei eindeutig: Zu lang, zu gefährlich und verkehrspolitisch unsinnig – so war der überwiegende Tenor aller Stadträte. Über Parteigrenzen hinweg sprach man sich gegen einen Modellversuch von Bundesminister Ramsauer zur Erprobung der Gigaliner aus und machte deutlich, dass man den Güterverkehr lieber verstärkt auf die Schiene verlagern will.

Als dann die Regierung von Mittelfranken bei der Stadtverwaltung die Eignung bestimmter Routen in Nürnberg für den Modellversuch abfragte, übermittelte Oberbürgermeister Ulrich Maly unser deutliches und ablehnendes Votum.

Nach aktuellem Sachstand haben wir uns mit Erfolg gewehrt. Auf unseren städtischen Straßen wird kein Gigaliner fahren. Das klare Nein wird bei den bayerischen Modellversuchsplanungen berücksichtigt, die Testfahrten werden außerhalb Nürnbergs durchgeführt.

Nürnberg ist damit nach Berichten der Bayerischen Staatszeitung die einzige angefragte Stadt in Bayern, die sich rechtzeitig mit dem umstrittenen Feldversuch auseinandergesetzt und im Interesse der Sicherheit und des Straßenzustands dem fragwürdigen Projekt einen Riegel vorgeschoben hat.

Es bleibt zu hoffen, dass FDP und Union bei den Riesen-Lastern bundesweit einlenken. Sonst wird noch mehr Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlagert.

Autor: Thorsten

führt seit 2020 die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg.

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