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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Pop-Up-Radweg an der Rothenburger Straße: lieber andere Radwege ausbauen

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Anfang Juli startete die Stadt Nürnberg einen Modellversuch für einen temporären, sogenannten Pop-Up-Radweg an der Rothenburger Straße zwischen Wredestraße und Bertha-von-Suttner-Straße. Uns interessierte, ob man auf dieser Achse nennenswert mehr Radverkehr bündeln kann, wenn man auch den entsprechenden Raum zur Verfügung stellt. Die offiziellen Zählergebnisse der Stadtverwaltung stehen noch aus. Aber die Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern und persönliche Eindrücke legen nahe, dass der Pop-Up-Radweg nicht so gut angenommen wurde, wie erwartet. Daraus muss man lernen.

Wir wissen nun, dass diese Achse noch nicht ganz oben in der Priorität der Radfahrer*innen steht. Daraus sollten wir jetzt die logischen Konsequenzen ziehen und den dauerhaften Umbau zurückstellen.

Eigentlich wurde in der Januar-Sitzung des Verkehrsausschusses beschlossen, einen abschnittsweisen Teil- und Vollumbau des Straßenquerschnitts für insgesamt 4,5 Millionen Euro vorzunehmen. Statt des Radwegebaus an der Rothenburger Straße schlagen wir vor, bereits fertig geplante Projekte vorzuziehen und 2021 zu realisieren. Hier bieten sich beispielsweise die Celtisstraße oder der Marientorgraben an, die ursprünglich für das Jahr 2022 vorgesehen waren. Denn das für die Rothenburger Straße eingeplante Geld sollte den Radler*innen trotzdem zugutekommen. Gerade in den vergangenen Monaten sind nämlich viele Menschen aufs Rad umgestiegen, da sollten wir nicht ausgerechnet beim Radverkehr sparen, auch nicht in Corona-Zeiten.

Klar ist, dass trotz einbrechender Steuereinnahmen der Radverkehr ein Investitionsschwerpunkt im Rathaus bleiben wird. Bis 2026 soll das Rekordvolumen von rund 56 Millionen Euro zu dessen Ausbau und Stärkung ausgegeben werden.

Autor: Thorsten

führt seit 2020 die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg.

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