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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Recht und Gesetz in der Stadt: Über das Nacktbaden

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Wir Deutschen neigen dazu alles penibel zu regeln. Die Zahl der Gesetze und Verordnungen steigt und steigt und ich bezweifle stark, dass Otto Normalbürger noch einen Überblick hat, was erlaubt ist und was nicht. Uns Politiker dürfte es da ähnlich gehen.

Nun wissen wir alle: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Darum habe ich für alle Anhänger des Freikörperkults in Nürnberg und für die, die schon immer einmal wissen wollten, wie das mit dem Nacktbaden ist, einen wichtigen Hinweis: In der „Verordnung über das öffentliche Baden ohne Badekleidung (Nacktbadeverordnung – NacktbadeVO)“ der Stadt Nürnberg ist alles sauber geregelt. Die Verordnung stammt aus dem Jahr 1984 und wurde zuletzt 1991 geändert. So ist das Nacktsonnen erlaubt, aber nur an wenigen Stellen. Welche? In der Verordnung heißt es:

„In Abweichung von § 1 Abs. 1 der Verordnung über das Verhalten beim öffentlichen Baden wird das Luft- und Sonnenbaden ohne Badekleidung zugelassen
1. für einen ca. 4000 m² großen Teilbereich im Nordwesten des Freibades Langsee, Gemarkung Erlenstegen (Flur-Nr. 124),
2. für einen ca. 600 m² großen Teilbereich im Südwesten des Freibades Stadionbad, Gemarkung Gleißhammer (Flur-Nr. 351),
3. für einen ca. 120 m² großen Teilbereich im Nordosten des Freibades in der Äußeren Bayreuther Str. 98, Gemarkung Schoppershof (Flur-Nr. 113/9) und
4. für einen ca. 170 m² großen Teilbereich im Nordwesten des Freibades Westbad, Gemarkung Wetzendorf (Flur-Nr. 326/6).“

Ins Wasser wiederum darf man nach der Verordnung nur mit Kleidung. Nacktbaden ist also verboten! Warum? Ich habe keine Ahnung. Aber in diesem Fall halte ich mich einfach an Recht und Gesetz.

Autor: Thorsten

führt seit 2020 die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg.

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