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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Protest gegen neue Stromtrasse im Nürnberger Süden

| 2 Kommentare

Aktuelle Planungen sehen vor, einen Ersatzneubau für die Juraleitung durch das Rednitztal an Katzwang vorbeizuführen. Parallel zur derzeit bestehenden Trasse soll nach den Vorschlägen der Firma Tennet in einem Radius von 1 bis 2 Kilometern eine neue und weitaus leistungsfähigere Höchstspannungsleitung gebaut werden. Danach soll die bestehende Leitung abgebaut werden.

Bürgerinnen und Bürger aus Katzwang, aber auch aus dem ebenfalls betroffenen Nürnberger Osten haben sich an uns gewandt, weil sie befürchten, dass die empfohlenen Mindestabstände von 400 Metern zu Wohnbebauung, Schulen und Sportgeländen bei dem geplanten Ersatzneubau nicht eingehalten werden. Aufgrund der weitaus höheren Spannung gefährdet dies die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner. Außerdem wird auf das sensible und äußerst wertvolle Ökosystem im Rednitztal zwischen Katzwang und Limbach hingewiesen, welches durch den Neubau stark gefährdet ist.

Des Weiteren fürchten die Landwirte um ihre Bewässerungssysteme, die seit Generationen gepflegt werden und nun mit dem Bau der Leitungen zerstört würden. Aus Sicht der Landwirte ist es fraglich, ob mit der Veränderung der Bodenschichten durch den Leitungsbau das Bewässerungssystem überhaupt neu angelegt werden könnte.

Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, die entlang der neuen Stromtrasse wohnen und arbeiten, sollten aus Sicht der SPD-Stadtratsfraktion ernst genommen werden. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen im Rathaus einen Bericht anzufordern.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Bürgerinitiative Allianz P53.

Thorsten

Autor: Thorsten

kandidiert 2020 als Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Nürnberg.

2 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Brehm,
    Haben sie zur p53 einen formulierten Standpunkt?
    Geht leider aus obigem Text nicht hervor
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Stromberger

    • Thorsten

      Die Trassenverläufe für Nürnberg lehne ich kategorisch ab. Ich habe aber auch grundsätzlich Zweifel, ob es diesen Ersatzneubau braucht. Um das final beurteilen zu können, bräuchte es aber mehr Transparenz bei den Berechnungen und Annahmen.

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