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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Wassermassen im Knoblauchsland

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Derzeit steht im Knoblauchsland einigen das Wasser bis zum Hals, naja zumindest bis zum Unterschenkel. Aber die Wassermassen reichen für nasse Keller und überflutete Äcker.

Das Knoblauchsland ist von einem breiten und langen Netz an Gräben und Bächen durchzogen, das zumindest in Teilabschnitten vielen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum bietet. Leider machen die Gräben derzeit durch Hochwasser und übermäßige Wasserführung Probleme, insbesondere in Neunhof, Kraftshof und Boxdorf. Teilweise ist dies auf die zunehmende Versandung zurückzuführen.

Dort wo im Knoblauchsland in den letzten Jahren Maßnahmen zum naturnahen Ausbau und zur Renaturierung ergriffen wurden, hat sich die Lage entspannt. Die ökologische Aufwertung hat in der Regel auch zu einer Attraktivierung der Bachläufe geführt und in der Bevölkerung breite Akzeptanz erfahren. Ich habe deshalb im Rathaus angeregt zu prüfen, ob durch zusätzliche Maßnahmen dem Hochwasserproblem entgegnet und zeitgleich das entsprechende Ökosystem aufgewertet werden könnte.

Im Einzelnen habe ich vorgeschlagen:

1. Für Boxdorf:
Die Verwaltung prüft den Bachverlauf des Kothbrunngrabens östlich der Erlanger Straße zu renaturieren. Alternativ soll die Installation eines Sandfangs geprüft werden. Beide Maßnahmen könnten die zunehmende Versandung und das damit verbundende Steigen des Wasserspiegels verhindern.

2. Für Kraftshof und Boxdorf:
Auch die Renaturierung des Kothbrunngrabens westlich des Irrhains ist zu prüfen. Damit könnte die Versandung nicht nur frühzeitig reduziert werden, sondern auch der Irrhain und die angrenzenden Flächen ökologisch aufgewertet werden. Entlang des Kothbrunngrabens ist in diesem Bereich ein vergleichsweise breiter unbewirtschafteter Streifen, der eine naturnahe Umgestaltung begünstigen würde.

3. Für Neunhof:
Eine Renaturierung der Gründlach im Reichswald östlich der Autobahn ist zu untersuchen. Die Renaturierung würde mehr Wasser im Reichswald halten und Neunhof vom Wasser entlasten. Der Bezirk als zuständige Ebene für Gewässer 2. Ordnung ist einzubeziehen. Zu prüfen ist ferner, inwieweit auch der Ziehgraben zur Entlastung Neunhofs beitragen könnte.

Thorsten

Autor: Thorsten

führt seit 2020 die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg.

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