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Thorsten Brehm | Mein Blog aus dem Nürnberger Rathaus

Semesterticket: Gegen Altersgrenze, für Anreizmodell

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Derzeit gehen im Rathaus die Verhandlungen zwischen Studentenwerk und Verkehrsverbund in Sachen Semesterticket weiter voran. Nach einem Gespräch mit Studierendenvertretern schließt sich die SPD-Stadtratsfraktion einer ablehnenden Haltung gegenüber einer Altersgrenze an. Es gibt viele, die aus guten und berechtigten Gründen später ein Studium beginnen. Deswegen ist eine Altersgrenze von 26 Jahren, die der VGN vorgeschlagen hat, ungerecht und willkürlich. Wir gehen auch davon aus, dass sie fällt.

Zusammen mit meinem Stadtratskollegen Nasser Ahmed mache ich mich stattdessen dafür stark ein Anreizmodell für die Studierenden zu schaffen. Sollten mehr Studierende als vom VGN prognostiziert ein vollwertiges Semesterticket kaufen, dann sollte sich dies auch im Einzelpreis des Tickets niederschlagen. Wir können uns dabei ein dynamisches Modell vorstellen. Sollte die Nachfrage spürbar größer sein, könnte im Jahr nach der Einführung der Preis entsprechend sinken. Damit würde sich auch auf Seiten der Studierenden der Anreiz erhöhen, richtig für das Semesterticket zu trommeln. Zugleich wäre auch für den Verkehrsverbund sichergestellt, dass eine Einführung für ihn kein Verlustgeschäft wird.

Wir beide sehen keinen finanziellen Spielraum bei den Kommunen, ein Ticket durch zusätzliche Steuergelder dauerhaft zu rabattieren. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass sich bei den weiteren Verhandlungen ein Kompromiss ergeben kann, den beide Seiten guten Gewissens vertreten können.

Thorsten

Autor: Thorsten

kandidiert 2020 als Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Nürnberg.

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