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SPD Knoblauchsland kritisiert Planungen zu Möbel Höffner

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In letzter Zeit ist es etwas ruhiger um die Planungen von Möbel Höffner geworden. Die Firma Krieger beabsichtigt aber immer noch in Fürth-Steinach ein Einrichtungszentrum – bestehend aus einem Möbeleinrichtungshaus sowie einem Bau-, Heimwerker- und Gartenmarkt – auf einer Gesamtverkaufsfläche von 58.000 m² anzusiedeln. Sozusagen im Windschatten will sich Teppich Kibek mit weiteren 10.000 m² nebenan niederlassen. Wir von der SPD im Knoblauchsland halten das Projekt an dieser Stelle nach wie vor für überdimensioniert. Es ist leider davon auszugehen, dass Möbel Höffner mehr Verkehr in den Nürnberger Norden bringt, auch wenn eine Anschlussstelle an die A73 als Bedingung für die Inbetriebnahme festgeschrieben wurde.

Diese Anschlussstelle bereitet derzeit den Gerichten noch einige Arbeit: Der Konkurrent Möbel Lutz hat sich nämlich ein Grundstück gesichert, mit dem er den geplanten Autobahnanschluss blockiert. Es ist allerdings davon auszugehen, dass diese juristische Auseinandersetzung das Projekt nicht verhindern, sondern nur aufschieben wird.

Die Würzburger Straße ist im jetzigen Zustand jedenfalls nicht in der Lage die entsprechenden Verkehrsmengen aufzunehmen und als Zubringerstraße zu Höffner sowie zur Autobahn zu fungieren. Die Straße wäre deshalb gerade im westlichen Teil vorher auszubauen. Genauso schlimm wie die verkehrlichen Probleme wiegt aber die Entwertung der Innenstädte in Nürnberg und Fürth, die unter einem Umsatzabfluss leiden werden. Entsprechende Gutachten belegen die Befürchtung gerade in der Warengruppe “Möbel/Einrichtungsbedarf/Haus- und Heimtextilien” und “Hausrat/Glas/ Porzellan/Geschenkartikel”.

Für Fürth wird es zukünftig also wohl mehr Gewerbesteuer geben, für Nürnberg mehr Verkehr und weniger Kaufkraft in der Innenstadt.

Thorsten

Autor: Thorsten

ist seit 2008 Stadtrat in Nürnberg.

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